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Pilot–Lehrgang in Graz erfolgreich angelaufen

Erste Probeläufe eines ICT–Lehrganges werden derzeit in allen Partnerländern durchgeführt. In Österreich findet der Lehrgang "MEKI-Medienpädagogik im Kindergarten" bereits seit Oktober 2008 statt.

MEKI-Medienpädagogik im Kindergarten

Der Lehrgang besteht aus zehn Modulen mit jeweils vier Stunden, welche regelmäßig über ein ganzes Kindergartenjahr angeboten werden. 15 Kindergartenpädagoginnen und ein –pädagoge haben sich für den Fortbildungslehrgang in Graz angemeldet und nehmen nun regelmäßig an den einzelnen Modulen teil.

Praxisnähe wird groß geschrieben

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgefordert, nach jedem Modul bestimmte Medienanwendungen im Kindergarten direkt zu erproben. Damit wird Theorie und Praxis sofort in Einklang gebracht. Während der gesamten Laufzeit des Lehrgangs erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein medienpädagogisches Praxisprojekt zu einem Thema ihrer Wahl. Damit können sie Schwerpunkte und Themen, die im Kindergarten behandelt werden, auch mit neuen Technologien kreativ umsetzen. Nach erfolgreicher Teilnahme des Lehrganges erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Erfahrungen werden europaweit verwertet

Die Konzeption und Durchführung dieses ersten ICT–Lehrganges in Graz bildet eine Grundlage für die Ausarbeitung eines europäischen Curriculums für Medienbildung im Elementarbereich. Die Kursleiterinnen begleiten diesen Lehrgang laufend durch ein moderiertes Weblog (siehe Kasten in der rechten Spalte). In regelmäßigen Abschnitten wird der Lehrgang evaluiert und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Evaluation fließen in das europäische Kooperationsprojekt mit ein.

Studienreise nach Schottland erweitert den Horizont

Mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Pilotlehrgang in Graz konnten an einem vom Projekt ICT4 Teachers finanziell geförderten Studienaufenthalt in Schottland teilnehmen, wo sie verschiedene Institutionen besichtigten und unter anderem ihre bisherigen Erfahrungen mit praktischer Medienarbeit im Kindergarten präsentierten.

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Befragung der Reiseteilnehmenden
Persönlichen Erfahrungen und Eindrücke zur Studienreise der Teilnehmenden.

Teilnehmerinnen der Studienreise im StuhlkreisTeilnehmerinnen der Studienreise am PC
Der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden spielte eine wichtige Rolle.
 
Allen Teilnehmenden wurde jeweils ein eigener PC zur Verfügung gestellt.
 

Hindernisse und Herausforderungen europäischer Zusammenarbeit

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Unterschiede zwischen den nationalen Bildungssystemen

Die unterschiedlichen Strukturen der Bildungssysteme im Bereich ECEC (Early Childhood Education) der teilnehmenden Länder stellen eine große Herausforderung dar. In Österreich zum Beispiel besuchen die meisten Kinder zwischen vier und sechs Jahren den Kindergarten und kommen so erst mit sechs Jahren in die Grundschule. In anderen Ländern, wie etwa in Großbritannien, werden schon die fünfjährigen Kinder eingeschult und somit viel früher in das "allgemeine" Bildungssystem Schule eingegliedert. Diese Unterschiede sollten jedoch nicht primär als Hindernis verstanden werden, ermöglichen sie doch spannende Einblicke in die unterschiedlichen Bildungsstrukturen der verschiedenen Nationen.

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Sprachliche und kulturelle Barrieren

Die Projektzusammenarbeit verschiedener Länder kann durch sprachliche und kulturelle Barrieren beeinflusst werden. Dies macht eine intensive Auseinandersetzung mit den teilnehmenden Personen notwendig.

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Potentiale und Ressourcen

Das Projektmanagement stellt einen wichtigen Aufgabenbereich dar und muss mit großer Sorgfalt erledigt werden. Es gilt, Anträge zu schreiben, die Online-Zusammenarbeit zu organisieren und zu forcieren, aber auch die Potenziale und Ressourcen der einzelnen Teilnehmenden und der Organisationen zu erkennen und zu nutzen.

Voneinander lernen

Trotz verschiedener Hindernisse und Herausforderungen überwiegen in dieser europäischen Zusammenarbeit die positiven Eindrücke und Erlebnisse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Bildungssysteme der anderen Nationen kennen, denn die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter besuchen im Laufe der Zusammenarbeit jedes Partnerland. Durch die enge Zusammenarbeit mit Fachkräften aus ähnlichen Arbeitsbereichen erweitert sich der eigene Horizont. Das schafft Platz für neue Visionen, Ideen und Konzepte. Die Einblicke in die Bildungssituationen der Partnerländer führen zu einer Reflexion der persönlichen Vorstellungen, was Bildung und besonders Medienbildung betrifft.

Fazit

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Ländern und Institutionen führt zu einer Vernetzung mit Menschen, die gemeinsam an einem Strang ziehen und sich fachlich weiterentwickeln wollen. Die Europäische Union bietet auf Basis des Bildungsprogrammes Lifelong Learning die Grundlage für diese Zusammenarbeit.

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ICT4 Teachers – Ein EU-Projekt zur Medienbildung im Kindergarten