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Redaktion/PM, 28.09.2010

Mehr Qualität bei frühkindlicher Bildung gefordert

In Moskau findet derzeit die erste UNESCO-Weltkonferenz zur frühkindlichen Förderung und Erziehung statt. Die dreitägige Konferenz soll die frühkindliche Bildung weltweit stärken, die Deutsche UNESCO-Kommission fordert zudem mehr Qualität in der Bildung.

Schlüsselfaktor Bildung

Zum ersten Mal treffen sich vom 27. bis zum 29. September rund 1.000 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen und internationalen Organisationen sowie Bildungsfachleute, um über die weltweite Situation der frühkindlichen Bildung zu beraten. Unter dem Titel "Building the Wealth of Nations" sollen unter anderem politische Konzepte erarbeitet werden. "Die große Bedeutung der frühkindlichen Bildung wird weltweit nach wie vor unterschätzt. In dieser frühen Phase des Lebens wird das Fundament für die weitere Bildungslaufbahn gelegt. Bildung beginnt nicht mit dem Schulranzen", sagt Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Aus diesem Grund fordert die Deutsche UNESCO-Kommission mehr Qualität und Chancengleichheit in der frühkindlichen Bildung.

Zugang zu Bildung steigt nur langsam

Nach Angaben der UNESCO nehmen die Angebote frühkindlicher Bildung weltweit nur langsam zu. Zwischen 1999 und 2007 ist die Anzahl der Kinder, die Zugang zur frühkindlichen Bildung haben, von 113 auf 140 Millionen gestiegen, so der UNESCO-Weltbildungsbericht 2010. Dabei sind die regionalen Unterschiede immens. Während in Nordamerika und Westeuropa 82 Prozent der über Dreijährigen Zugang zu vorschulischen Angeboten haben, sind es beispielsweise in 17 Ländern Subsahara-Afrikas weniger als zehn Prozent. In Entwicklungsländern erschweren Armut und hohe Gebühren den Zugang zu vorschulischer Bildung. Aber auch die Industrieländer haben mit Problemen zu kämpfen: Internationale Studien zeigen, dass Familien mit geringem Einkommen und Migrationshintergrund weniger an frühkindlicher Förderung teilnehmen. Auch in Deutschland hängt der Bildungserfolg weiter stark von sozialer Herkunft und Migrationshintergrund ab.

 
 
 
 

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