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Kitas und Grundschulen enger verzahnen

Um eine engere Verzahnung von Kitas und Grundschulen ging es auf dem Bildungskongress "Brücken bauen" Anfang September in Mainz. "Ziel muss sein, dass Kinder den Übergang von der Kita in die Schule als fließenden Wechsel und mit Freude erleben können", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD).

Enge Zusammenarbeit nötig

Eine intensive frühe Förderung von Kindern ist der wichtigste Beitrag für einen erfolgreichen Bildungsweg. "Um diese frühe Förderung optimal zu gestalten, müssen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte in den Grundschulen eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten", unterstrich Ahnen. Der Kongress "Brücken bauen! – Der Übergang von der Kita zur Schule" führte deshalb die Verantwortlichen aus den beiden unterschiedlichen Bildungseinrichtungen zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschulen weiterzuentwickeln.

Grundlagen für Wissenserwerb werden vor der Schule gelegt

Der Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung an der Universität Göttingen, Prof. Dr. Gerald Hüther, betonte, dass die Grundlagen für die Einstellungen von Kindern zu Lernen und Wissenserwerb bereits deutlich vor der Einschulung gelegt werden. Um Neugier und Forscherdrang von Kindern möglichst optimal zu fördern, seien Bedingungen nötig, die den Kindern die Entfaltung ihrer eigenen Potenziale erleichterten. "Dabei geht es nicht um besondere Techniken oder Verfahren, mit deren Hilfe den Kindern etwas beigebracht werden soll. Entscheidend ist vielmehr, dass Kinder ermutigt und inspiriert werden, sich als kleine Entdecker und Gestalter auf den Weg zu machen", so Hüther. Das erfordere eine bestimmte Haltung der verantwortlichen pädagogischen Fachkräfte. "Wenn sich die pädagogischen Fachkräfte in Kindertagesstätten und Grundschulen insbesondere in der Übergangsphase dann noch eng miteinander abstimmen, wie sie diese Bedingungen ausgestalten, ist das ein entscheidender Beitrag zur Förderung der Lernprozesse bei Kindern", sagte er.

Förderung gemeinsamer Projekte

Mit dem Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" hat Rheinland-Pfalz die Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen, die auch im Kindertagesstätten- und im Schulgesetz verankert ist, weiter intensiviert. Für gemeinsame Projekte von Kitas und Grundschulen, die den Übergang von der einen in die folgende Bildungseinrichtung verbessern sollen, stellt das Land jährlich insgesamt 500.000 Euro bereit. Über das Landesprogramm haben bisher rund 7.000 Erzieherinnen und Erzieher an Veranstaltungen teilgenommen, in denen die Kooperation von Kitas und Grundschulen ein zentrales Thema war. Fest etabliert ist in Rheinland-Pfalz zudem die Kooperation von Kitas und Grundschulen auf dem Gebiet der Sprachförderung.
Auch in anderen Bundesländern gibt es Programme und Modellprojekte, die die Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen fördern. Berlin hat beispielsweise im Rahmen der Schulstrukturreform im Schulgesetz festgeschrieben, dass es ab diesem Schuljahr Kooperationsvereinbarungen zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen geben muss. Unter anderem sollen gemeinsame Fortbildungen von Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräften stattfinden.

 
 
 
 

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