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Doris Schalles-Öttl, 31.01.2012

Das Ich stärken - Das Wir entwickeln

Mit diesem Aktivitätenheft mit dem Untertitel "Aktivitäten zur Gewaltprävention" finden sich schnell praxistaugliche Anregungen zur sozialen und emotionalen Bildung von Kindern.

Buchcoverausschnitt; © Bildungsverlag EINS

Das Heft bietet auf 25 Doppelseiten eine übersichtliche Zusammenstellung von unterschiedlichen Angeboten zur Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung der eigenen Gefühle, dem Erproben des eigenen Körpers, der Förderung von Gemeinschaftsprojekten und dem Umgang mit Konfliktsituationen und Regeln. Angesprochen sind Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher und Tagesmütter, die Kinder ab drei Jahren betreuen.

Aufbau und Gestaltung

Die über dreißig verschiedenen Aktivitäten – Spiele, Entspannungsübungen und Massagen, Medienangebote, kreative Bastelangebote etcetera – werden ausführlich je auf zwei Seiten beschrieben. Alle Doppelseiten sind nach dem gleichen Muster aufgebaut. Dazu gehören unter anderen die Angaben für das benötigte Material, Erklärungen zur Umsetzung, Ideen für die Weiterentwicklung des Angebots sowie Anregungen für die Zusammenarbeit mit Eltern. Die Zuordnung zu einem Bildungsbereich und die Nennung von Zielen sind farblich markiert.

Kurzinformationen

TitelDas Ich stärken - Das Wir entwickeln
AutorinVerena Gedding
VerlagBildungsverlag EINS
Erscheinungsjahr2010, 1. Auflage
ISBN978-3-427-50405-4
Preis9,90 €
LeseprobeLeseprobe beim Bildungsverlag EINS (PDF-Datei)

Fazit

Wer Ideen und Anregungen sucht, kann hier schnell fündig werden und erhält ein gut beschriebenes praxistaugliches Angebot. In dieser Hinsicht ist das Aktivitätenheft gelungen. Jedoch gibt es auch einiges zu bemängeln: Bei den Altersangaben findet keine Differenzierung statt, es wird durchweg alles für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Aufgeschriebene Regeln, Komplimente-Karten und das Drehen eines Films, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind jedoch Angebote, die eher für Vorschulkinder geeignet sind. Und ob das Herstellen eines Obstsalates oder die Durchführung eines Stuhlkreises – fester Bestandteil eines Kindergartenalltags – hier extra beschrieben werden müssen, lässt sich diskutieren. Besonders schwach jedoch sind die einführenden Texte, hier fehlen der rote Faden und eine Begründung, warum die vorgestellten Aktivitäten der Gewaltprävention dienlich sind. Gewaltprävention im pädagogischen Alltag ist sicher mehr als hin und wieder ein Spiel aus dem Hut zu zaubern. Lässt man den Gedanken der Gewaltprävention weg, ist das Heft durchaus für die Praxis empfehlenswert. Erfahrene Erzieherinnen und Erzieher werden jedoch vieles von dem hier Vorgestellten schon kennen.

Information zur Autorin

Doris Schalles-Öttl
ist Diplom-Pädagogin und Medienpädagogin. Sie arbeitet als Dozentin für Medienpädagogik an der Katholischen Fachakademie für Sozialpädagogik, München, und ist freiberuflich tätig, unter anderem für Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.

 
 
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