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Redaktion/PM, 05.02.2010

Gewerkschaften rufen zu Warnstreiks auf

Die Gewerkschaften Ver.di, GEW, GdP und dbb rufen seit gestern zu bundesweiten Warnstreiks auf, um ihrer Forderung von fünf Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Betroffen sind vor allem der öffentliche Nahverkehr, Kitas, Krankenhäuser, Bundesbehörden, sowie Teile der Bundesagentur für Arbeit.

Berufsverkehr lahmgelegt

Nachdem die Tarifverhandlungen am Wochenende ohne Ergebnis vertagt worden sind, wollen Ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Gewerkschaft der Polizei sowie der Deutsche Beamtenbund den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Laut Gewerkschaftsangaben beteiligten sich bereits am Mittwoch rund 20.000 Menschen an bundesweiten Aktionen, darunter auch Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte, die bei den Kommunen angestellt sind.
Dass sich die rege Beteiligung an den Warnstreiks 2009 auch in diesem Jahr fortsetzen könnte, hat sich heute morgen in mehreren deutschen Großstädten angekündigt. Besonders betroffen sind Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr führten zu einem Verkehrschaos in Köln, Düsseldorf und Stuttgart. Der Bus- und Bahnverkehr kam zum Erliegen, Flugzeuge blieben am Boden.

Arbeitgeber zum Einlenken bewegen

Für den 9.Februar sind Aktionen in Berliner Kitas und Bezirksämtern angekündigt. Mit den Protesten reagieren die Gewerkschaften auf die fehlende Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber. Die Kommunen wiesen bisher die Forderungen der Gewerkschaften auf Grund der Finanzlage als nicht angemessen zurück. Ver.di-Chef Frank Bsirske rechtfertigt hingegen die Lohnforderungen damit, dass die Kaufkraft gesteigert werden könnte. Kritik am flächendeckenden Streik hagelt es vom Deutschen Städtetag NRW, der in erster Linie die Bürger als Betroffene sieht und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch fordert. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 10. Bis 12. Februar geplant.

 
 
 
 

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