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Brücken bauen für den Übergang von der Kita in die Grundschule

Mit Grundsätzen zur Bildungsförderung für Kinder von 0 - 10 Jahren will das Land Nordrhein-Westfalen den Weg zu mehr Chancengerechtigkeit ebnen. Die Politik will ein gemeinsames Bildungs- und Erziehungsverständnis im Elementar- und Primarbereich entwickeln und die Zusammenarbeit verbessern.

"Bildung als Schlüssel zum Aufstieg"

"Wir wollen der Bildungsförderung für Kinder eine langfristige Perspektive geben und die unterschiedlichen Aufträge von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen eng verbinden. Denn Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg. Und wir wollen jedem einzelnen Kind die Chance zum Aufstieg ermöglichen", sagten Schulministerin Barbara Sommer und Jugendminister Armin Laschet in Düsseldorf anlässlich des Kabinettbeschlusses, eine Erprobungsphase für die Bildungsgrundsätze zu beginnen. Nach den Sommerferien sollen alle Kindertageseinrichtungen und Schulen die Möglichkeit erhalten, die Bildungsgrundsätze mit dem etwas sperrigen Titel "Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an - Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen" in der Praxis zu erproben.


Gemeinsames Erziehungsverständnis entwickeln

Diese Bildungsgrundsätze sind in einem Dialog mit sechs Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und den kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet worden. Die Erprobung der Bildungsgrundsätze fördert die Landesregierung mit 180.000 Euro. Die Grundsätze sollen dazu beitragen, ein gemeinsames Bildungs- und Erziehungsverständnis im Elementar- und Primarbereich zu entwickeln und die Zusammenarbeit der Beschäftigten in diesen Bereichen im Sinne einer kontinuierlichen Bildungsbiografie zu verbessern. Anhand von zehn Bildungsbereichen wird konkret aufgezeigt, welche Perspektiven es für die Praxis gibt. Mit Blick auf die zunehmende Zahl von übergewichtigen Kindern kommt zum Beispiel dem Bildungsbereich "Körper, Gesundheit und Ernährung" große Bedeutung zu. Damit Kinder früh lernen, sich gesund zu ernähren, werden unter anderem Kochkurse für Eltern und Kinder vorgeschlagen, Besuche beim örtlichen Bäcker oder auf dem Markt sowie der Anbau von Gemüse, Obst oder Kräutern in den Einrichtungen.

Thema: Religiöse Vielfalt im Alltag

Ein weiteres Beispiel ist der Bereich der religiösen Bildung. Minister Laschet: "Kinder wachsen heute in einer zunehmend kulturell und religiös vielfältigen Gesellschaft auf. Umso wichtiger ist es, dass sie die Möglichkeit erhalten, sich von Anfang an mit religiösen und ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Daher haben wir auch 'Religion und Ethik' als Bildungsbereich berücksichtigt." Die religiöse Vielfalt der Gesellschaft könne dadurch erfahrbar werden, dass religiöse Feste im Alltag der Kindertagesstätte oder Schule thematisiert werden oder Kinder religiöse Gegenstände, die zuhause genutzt werden, mitbringen und erklären.

 
 
 
 

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