Redaktion, 03.07.2009
Das Kompetenzmodell der Professionalisierung
Die frühkindliche Bildung in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Institution Kindergarten - das ist eine der Forderungen von Prof. Dr. mult. Fthenakis. In seinem Vortrag macht Prof. Fthenakis deutlich, wie unabdingbar es ist, durch radikale Veränderungen im Ausbildungskonzept die Kompetenz der Erzieher und Erzieherinnen zu stärken.
Reform steht seit 30 Jahren aus
 |
zur Bildergalerie |
Mit Spannung wurde in Berlin der Vortrag von Prof. Wassilios Fthenakis erwartet. Fthenakis gehört zu den führenden Bildungsforschern in Europa und war maßgeblich an der Entwicklung von Bildungsplänen in einigen Bundesländern beteiligt. Seit den 70er Jahren, so resümierte Prof. Fthenakis kritisch, habe es vonseiten der Bildungsforschung Vorschläge für eine Professionalisierung und Akademisierung der Erzieherausbildung gegeben, jedoch ohne nachhaltige Ergebnisse. Ein "elaboriertes Konzept für die Erzieherausbildung" stelle, so Fthenakis, eine der größten Herausforderungen für das Bildungssystem dar.
Neues Verständnis von frühkindlicher Bildung gefordert
Nicht die Institution Kita, sondern die kindliche Bildung müsse dabei im Mittelpunkt stehen. "Lernprozesse stärken die kognitive Entwicklung eines Kindes – und nicht umgekehrt." Die Erzieherinnen und Erzieher sollten als "Ko-Konstrukteure einer sich individuell ausprägenden Bildungsbiographie" verstanden werden. Die Vermittlung von Faktenwissen sei nicht die zentrale Aufgabe des Bildungssystems. Fthenakis bemängelte, dass lediglich drei der 16 Bundesländer die Bedeutung der Medien in den Bildungsplänen zum Ausdruck gebracht hätten. Medien spielten aber für die Entwicklung des Kindes eine zentrale Rolle, und das medienkompetente Kind solle Medien als vom Menschen gemacht, das heißt als intentional kennen lernen.
Video zum Vortrag Prof. Fthenakis
Audio zum Vortrag von Prof. Fthenakis (Dauer 40 Minuten)
Folien zum Vortrag
Weiterlesen
Zurück
 | Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie sich einloggen. |  |