Redaktion/PM, 20.08.2010
Bildungsmonitor 2010: Sachsen hat das leistungsfähigste Bildungssystem
Sachsen ist einer Studie zufolge das Bundesland, dessen Bildungssystem den besten Beitrag zum Wirtschaftswachstum leistet. Zu diesem Ergebnis kommt der Bildungsmonitor 2010, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt hat.

Studie untersucht Zusammenhang Bildungssystem – Wirtschaftswachstum
Die Liste wird der Vergleichsstudie zufolge angeführt von Sachsen, Platz zwei belegt Thüringen vor Baden-Württemberg und Bayern. Die Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Der Bildungsmonitor 2010 hat anhand von 111 Faktoren ermittelt, welchen Beitrag das Bildungssystem eines Bundeslandes zu mehr Wirtschaftswachstum bringt. Zu den Indikatoren gehören etwa die Priorität von Bildungsausgaben in den öffentlichen Haushalten, die Ganztagsinfrastruktur, Ergebnisse verschiedener Schulleistungstests und Schulabbrecherquoten.
Demografischer Wandel als Chance für Bildungsinvestionen
Der Bildungsmonitor, der seit 2004 jährlich veröffentlicht wird, kommt unter anderem zu dem Schluss, dass der demografische Wandel sich positiv auf die Bildungspolitik auswirken kann. "Voraussetzung ist, dass die durch sinkende Schülerzahlen frei werdenden Mittel dem Bildungssystem nicht entzogen, sondern vollständig in das Schulwesen reinvestiert werden", so Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft. Hier sind laut Bildungsmonitor die Maßnahmen und Erfolge der ostdeutschen Länder bereits vorbildlich.
VBE fordert mehr Investitionen für mehr Teilhabe
Der Verband Bildung und Erziehung VBE reagierte mit einem deutlichen Appell in diese Richtung. Der Bundesvorsitzende Udo Beckmann erklärte: "Trotz Schuldenbremse sind die Länder gefordert, die durch Schülerrückgang freiwerdenden Mittel im Bildungssystem zu halten, um die frühkindliche Bildung auszubauen, mehr echte Ganztagsschulen anzubieten, mehr individuelle Förderung in allen Schulstufen zu gewährleisten. Jungen Menschen mehr Teilhabe im beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist langfristig der sicherste Weg zur Haushaltskonsolidierung."
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