Ein Projekt von Schulen ans Netz
 
 
 StartInformierenVernetzenWeiterbildenLogin
Support 
 
 
 
 
Redaktion/PM, 09.08.2010

Kita-Personal im Osten besser ausgebildet

Bei der beruflichen Qualifikation des Personals in den Kindergärten hinkt der Westen den östlichen Bundesländern hinterher, zeigt eine Sonderauswertung des Ländermonitors "Frühkindliche Bildung 2010" der Bertelsmann Stiftung.

90 Prozent ausgebildete Erzieher

In Ostdeutschland sind fast 90 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen ausgebildete Erzieher/innen. In den westlichen Ländern verfügen weniger als 70 Prozent über diesen Fachschulabschluss, der eine mindestens vierjährige, meist jedoch fünfjährige Ausbildung erfordert. Dort haben etwa 20 Prozent lediglich eine zweijährige Ausbildung als Kinderpfleger/in oder Sozialassistent/in absolviert. Deren Anteil macht im Osten weniger als ein Prozent des Kita-Personals aus. Besonders hoch ist den Zahlen zufolge der Anteil der Kinderpfleger/innen in Bayern (rund 37 Prozent), Schleswig-Holstein (rund 22 Prozent), Hamburg und im Saarland (jeweils knapp 20 Prozent). Sie werden meist als Zusatzkräfte neben Erzieher/innen in Kita-Gruppen eingesetzt. Das geht aus den Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung hervor.


Ausbildungsniveau konstant seit 2007

Seit 2007 hat sich das Ausbildungsniveau der pädagogischen Fachkräfte in Deutschland laut Ländermonitor kaum verändert. Insgesamt haben rund 72 Prozent einen Fachschulabschluss als Erzieher/in, mehr als 13 Prozent einen Berufsschulabschluss als Kinderpfleger/in und nur dreieinhalb Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss. Die zahlreichen neu eingerichteten Studiengänge an Hochschulen haben zwischen 2007 und 2009 noch keinen deutlichen Anstieg der Zahl der Erzieher/innen mit Hochschulabschluss bewirkt.

Immer mehr Teilzeitbeschäftigte

Weitere Analysen des Ländermonitors "Frühkindliche Bildungssysteme 2010" zeigen, dass zunehmend mehr Kita-Beschäftigte in Teilzeit tätig sind. Waren vor zehn Jahren noch mehr als die Hälfte Vollzeitbeschäftigte, liegt dieser Anteil nun unter 40 Prozent. Im Osten arbeiten 80 Prozent weniger als 38 Stunden pro Woche, im Westen sind es 56 Prozent. Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur ein geringeres Einkommen, sondern diese Entwicklung erschwert es auch, stabile und kontinuierliche Beziehungsstrukturen aufzubauen. Dies sei "insbesondere für den steigenden Anteil von Kindern bedeutsam, die ganztags betreut werden", heißt es.

 
 
 
 

Möchten Sie diese Nachricht Kolleginnen und Kollegen empfehlen?

Nutzen Sie dafür den Service-Button: "per E-Mail empfehlen". In eingeloggtem Zustand können Sie diese Meldung auch bequem über Ihre bibernetz-Auswahlliste an bibernetz-Mitglieder versenden.

>

Nachrichtenüberblick